BZ 37 - Sommer 2002


14 Mal "volles Haus"

hieß es auch dieses Jahr im "Aukrug" von Thorsten Brügmann. Die Theatergruppe hatte den plattdeutschen Dreiakter "Stiekelwier um't Himmelbett" von Helmut Schmidt einstudiert und begeisterte hiermit wieder ein-mal ihr Publikum.
Spritzige Situationskomik, präzise gesetzte Pointen und spiellustige Darsteller zeichneten auch in diesem Jahr die Aufführungen aus. Bei der Geschichte um die wohlhabende "Oma" Käte(überzeugend dargestellt von Uschi Hellerich bzw. Anja Frauen), ihre unbedarften Söhne( Harald Rosenau und Peter Buthmann), ihre missgünstigen und intrigierenden Schwiegertöchter ( Heike Dose, Karola Wäthje / Hannelore Meyer), sowie ihren "Kurschatten" Michael (Dieter Feldmann/ Oliver Resch) und das Hausmädchen Marianne ( Sonja Lipinski-Mescia / Maike Rathje) wurden die Lachmus-keln der Zuschauer arg strapa-ziert.
Dies gelang auch den 5 Damen der Borsflether Sketschgruppe, die im Anschluss an das Theaterstück mit dem plattdeutschen Kurzstück "Picknick" in gewohnter Weise wieder für Stimmung sorgte. Elke Wriedt brillierte in der Rolle der 90.jährigen Oma, die von ihren Enkelinnen in die Wischen zum Geburtstagspicknick einge-laden wurde. Sehr zu ihrem Missfallen, denn sie mag an ihrem Geburtstag nur Spargel und Schinken...
Die insgesamt 1400 Karten für die Theateraufführungen waren bereits im November vergangenen Jahres innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, auch dieses ein Hinweis auf die zunehmende Bekanntheit und Beliebtheit unseres Borsflether Theaters.
Zum Abschluss der 14. Aufführung dankte Spielleiterin Heike Dose den Mitwirkenden und Ihren Familien, allen Helfern, sowie dem Hausherren Thorsten Brügmann. Ein besonderes Dankeschön galt dem Borsflether Dietmar Wriedt, der den Internet-Auftritt des Dörpstheaters gestaltete. Freunde, Interessierte und alle Dorfbewohner sind eingeladen, die Homepages unter www.borsflether-doerpstheater.de + www.sketchgruppe-borsfleth.de zu besuchen, Insiderinformationen zu lesen, Bilder der vergangenen Spielzeiten anzuschauen und ggfs. Lob, Kritik oder Anregungen ins virtuelle Gästebuch einzutragen. Die Theatergruppe bedankte sich bei ihrem Webdesigner mit einem kleinen Präsent.
"Theaterspeelen, dat mokt nich blos Spoß, dat bringt ok noch wat in!" Mit diesen Worten übergab Heike Dose im Namen der Theatergruppe - wie schon in den Vorjahren - einen Scheck in Höhe von 1300 Euro an Nor-bert Schumann von der Fördergemeinschaft Kinderkrebshilfe Eppendorf. Norbert Schumann bedankte sich im Namen der Fördergemeinschaft mit einer Blume für jeden Mitwirkenden und betonte, dass dies bereits die 7. Spende des Borsflether Dörpstheaters sei und das auf diese Weise insgesamt schon fast DM 11.000,- für die kranken Kinder nach Hamburg überwiesen werden konnten. Über einen weiteren Scheck von 300 Euro freuten sich Leiterin und Kinder des Lebenshilfekindergartens Borsfleth. Es soll mit dem Geld eine Reittherapie finanziert werden. Die Kinder bedankten sich bei den Mitspielern mit einer Foto-kollage.
Publikum und Darsteller freuen sich schon auf die kommende Spielzeit, in der das Dörpstheater 10-jähriges Bühnenjubiläum feiert.


Infos zur Kläranlage

Die Gebietskläranlage hatte im Mai sehr schlechte Werte. Nicht nur, dass schlechte Werte die Abwassergebühr steigen lassen, sondern auch die Umwelt wird dadurch über Maßen belastet. Nebenbei fand man im Klärschlamm wundersame Dinge wie Tennisbälle, Damenbinden oder Reste von Plastiktüten.
Muss das sein???


Von Limbach nach Borsfleth

Die Borsflether Urbanskirche steht auf einem künstlich erhöhten Platz 3,14 m über normal Null. Wann sie erbaut worden ist, wissen wir heute nicht mehr genau, genannt wird die Jahreszahl 1230 im "Heimatbuch des Kreises Stein-burg" Band I Seite 255.
Das davor stehende alte Fachwerkhaus mit seinem Satteldach der Familie Hösel, ab 1980 Heißenbüttel, Dorfstrasse. 7, muss nach den vorhandenen Unterlagen (Prinzenpalais zu Schleswig) kurz nach dem 30jährigen Glaubenskrieg errichtet worden sein. Früher als Tischlerei bekannt, mit Holzlager auf dem Boden, unten die Werkstatt. Anno 1653 den 19.02. verkauft Peter Wichmann sein Haus an Martin Wolter aus Wilster, dessen Tochter verkauft es weiter an Jacob Blohm. Es gab zwei Vorbesitzer und 14 Nachfolger bis heute, zum Teil über mehrere Generationen innerhalb einer Familie. So war zum Beispiel die Familie von Hartwig Lüdemann und dessen Sohn von 1772 - 1805 Eigentümer des Hauses - 33 Jahre lang.
Der Tischler Hartwig Lüdemann, verheiratet mit Cäcilia Witt, wurde 1733 geboren und starb am 13.03.1801 in Borsfleth. Das Ehepaar hatte 5 Kinder. Der Sohn hat das Haus dann wohl 4 Jahre später verkauft.
Alle übertroffen hat die Familie Hösel von 1904 - 1966, also 62 Jahre! Der Schuhmachergeselle Emil August Hösel kam um ca. 1900 aus Limbach in Sachsen nach Krempe in Schleswig-Holstein und fand in der Schuhfabrik von Wilhelm Krohn Arbeit und Brot. Hier lernte er auch seine spätere Ehefrau Helene Heesch aus Borsfleth kennen, die in der Süderstraße 37 (heute Sitz des Sielverbandes) bei der Familie von Johann Marten und Frau, eine geborene Wessel, Kolonialwaren- und Fahrradhändler, als Hausgehilfin tätig war, die er im Jahr 1902 geheiratet hat.
H. Nietsche


Fahrt nach Hanshagen

Seit 1984 besteht zwischen Hanshagen und Bahrenfleth und Borsfleth eine Partnerschaft. Eingeleitet wurde diese Partnerschaft von den Pastoren Waschke aus Hanshagen und Dr. Wille aus Borsfleth. 1990 konnten die Hanshäger nach dem Mauerfall zum ersten Mal Borsfleth besu-chen. In diesem Jahr fuhren vom 9. Mai bis 12. Mai 25 Bürger aus Bahrenfleth und Borsfleth zum Partnerschaftstreffen nach Hanshagen. Hanshagen liegt im Kreis Ostvorpommern und zählt zu den bevorzugten Wohnstandorten im Greifswalder Umland. Die Gemeinde hat sich nach der Wende sehr gut entwickelt und die Einwohnerzahl stieg in dieser Zeit von 700 auf 960 an. Der Ort lieg am europäischen Fernwanderweg und hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Alle Bahrenflether und Borsflether wurden privat bei Freunden in Hanshagen untergebracht. Das freundliche und herzliche Beisammensein in den Familien war wieder von großer Harmonie geprägt. Unser Gastgeber hatte für unseren Besuch ein informatives, geselliges und kulturelles Programm aufgestellt. Unseren Gastgebern ging es bei dem Programm vor allem darum, die Veränderungen und Verbesserungen in der Region Ostvorpommern zu zeigen. Die Ausfahrten zum Barockschloss zu Griebenow mit Besichtigung des Schlossparks und der Besuch der Bockwindmühle in Eldena waren für alle Bahrenflether und Borsflether sehr beeindruckend. Das Barockschloss befindet sich zur Zeit noch in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Um die Sanierung und Restaurierung durchführen zu können, wurde ein Förderverein gegründet. Die Gesamt- sanierungskosten sind erheblich. Nach der Sanierung sollen in dem Schloss Tagungen, Seminare, Workshops und Ausstellungen stattfinden. Außerdem sollen Räume zur Durchführung von Feierlichkeiten angeboten wer-den. Die Bockwindmühle in Eldena ist seit Jahrhunderten ein Wahrzeichen des Ortes und wird im Jahre 1533 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Als die altersschwache Mühle im Jahre 1972 in sich zusammenbrach, ging für Viele ein wesentliches Stück ihrer Heimat verloren. Im Mai 1994 wurde ein Förder-verein gegründet und die Mühle wurde wieder in altem Stil neu errichtet und soll auch wieder für Besucher Korn mahlen. Die Eldenaer Bockwindmühle hat zwei Malgänge und zwar einen für die Erstellung feinen Mehls sowie einen zweiten für die Erstellung groben Schrots. Für die Aufnahme der Windkraft sorgt bei der Bockwindmühle eine Segeltuchbespannung der Flügel, früher auch Ruten ge-nannt. Weitere Programmpunkte waren die Besichtigung der Feuerwache im ehemaligen Schulgebäude, die Besichtigung der Wassermühle und die Fahrt nach Greifswald. Greifswald mit seiner berühmten altehrwürdigen Universität ist der kulturelle Mittelpunkt Vorpommerns. Alle Bahrenflether und Borsflether waren von dem Besuch in Hanshagen begeistert und freuen sich auf den Gegenbesuch der Hanshäger im nächsten Jahr.


Offener Brief und Antrag an den Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Borsfleth

So sehr man sich darüber freut, dass es nun einen Gemeindebrief gibt, um so mehr verwundert in dem jetzt gerade verteilten Exemplar zu Pfingsten ein Beschluss des Kirchenvorstandes zu einer neuen Verfahrensweise mit dem Konfirmationsunterricht. Eine Probezeit, danach ein Zwischentest wird eingeführt und danach darüber entschieden, ob das Kind konfirmiert werden kann, oder nicht. Schlussendlich wird der Kirchenvorstand auch noch in einem Abschlußgespräch in diese Prozedur mit einbezogen. Es mag Gründe geben, einen Jungen oder ein Mädchen von der Konfirmation auszuschließen, allerdings müssen diese schon sehr schwerwiegend sein, um so eine Maßnahme zu rechtfertigen. Möglicherweise erhofft man, sich der allgemeinen Probleme der oft schwer zugänglichen Jugendli-chen zu entledigen. Was auch immer der Grund für diese Maßnahme sein mag, wir wissen es nicht. Man bleibt uns eine Erklärung schuldig.
Konfirmandenarbeit ist auch kirchliche Jugendarbeit und die ist in heutigen Zeiten wichtiger denn je. Normalerweise würde man in die nächste Kirchvorstandssitzung gehen, und das Thema zur Sprache bringen. Dies aber ist nicht möglich, da der Kirchenvorstand durch Beschluss vom 22.2.02 weiterhin die Nichtöffentlichkeit seiner Sitzungen beschlossen hat. Obwohl mehrfach, auch bei der letzten Gemeindeversammlung, angeregt wurde, die Sitzungen wieder öffentlich statt finden zu lassen. Gerade in Zeiten, die als konfliktreich zu erwarten sind, wenn man die letzten Beschlüsse des Kirchenkreises Münsterdorf ( u.a. die Pastorenpersonalien) vor Augen hat, sollte der Kirchenvorstand sich nicht abkapseln, sondern um Rückhalt in der Gemeinde be-müht sein. Der erste Schritt wäre, die Sitzungen wenigstens teilweise öffentlich zu machen.

Antrag :
1. Es wird baldmöglichst um ein klärendes Gespräch zum Thema Konfirmandenunterricht gebeten, entweder im Rahmen einer KV-Sitzung oder im Anschluss an einen Gottesdienst.
2. Es wird beantragt, die Kirchenvorstandssitzungen wieder teilweise öffentlich zu machen.

Christiane Gehner,
Im Kloster 13, Borsfleth
Traute + Michael Boldt,
Schulstrasse 44, Borsfleth
- den 18.5.2002


Segler auf dem Krempau-Fluß (II

Der letzte Borsflether Segler und gleichzeitig der letzte Frachtsegler überhaupt, der die Krempau in Ballast befahren hat, war JOHANNE von Borsfleth, später JOHANNE von Glückstadt (wir berichteten). Schiffer Johannes Barkmann führte diese Reise im Herbst 1936 durch. Er segelte damals Fracht zum Peters-Gelände.
In den folgenden Jahrzehnten sind noch motorisierte Segelewer nach Borsfleth gekommen. Im Zeitraum 1960 - 70 beschränkte sich die Au-Schiffahrt auf die Zulieferung von Baumaterial für Firma Peters und Frachten für die Borsflether Mühle / Landhandel Borsfleth. Bis 1960 - 65 sind häufig die motorisierten Ewer WILHELMINE von Krempe und HELENE von Glückstadt als Frachtschiffe zur Firma Peters gefahren. Bis 1970 fuhren noch folgende Motorewer zur Borsflether Mühle:
SABINE von Bützfleth, HEINZ von Assel, ANNA von Beidenfleth, Tjalk ERNA von Krempe. 1970 - 72 haben nur noch pro Jahr 12 Frachtschiffe die Borsflether Schleuse passiert. Von 1973 - 75 sind nur noch 6 Frachtschiffs-Durchgänge pro Jahr registriert. Dabei ist ab 1973 nur noch der Ewer ANNA von Beidenfleth im Herbst eines jeden Jahres nach Borsfleth gekommen. Schiffer Greve hat mit ANNA Düngemittel aus Rendsburg zum Borsflether Landhandel gebracht.
Im November 1975 hat ANNA von Beidenfleth als vorerst letztes Frachtschiff den Binnenlauf der Krempau be-fahren.
Das letzte Berufsschiff (Firma Peters), das 1978 noch in Borsfleth und damit auf der Krempau beheimatet war, ist die Schlepp-Barkasse MARTHA von Borsfleth. Sie dient heute dem Borsflether Sportschipper-Verein als Arbeitsschiff.


Termine

Juli:
Dorffest, 05.07.-07.07.2002

August:
Ausfahrt zum Dahliengarten, 28.August 2002, 13:00Uhr, Gemeindehaus (Senioren)

September:
Vorsichtsmaßnahmen für ältere Menschen, 25.Sep. 2002, 15:00Uhr, Gemeindehaus (Senioren)

Oktober:
Laterneumzug, 04.10.2002, 19:30Uhr, Gemeindehaus
Erntedank-Gottesdienst, 06.10.2002, 10:30Uhr, Kirche
Staudentausch, 12.10.2002, 12:30Uhr, Gemeindehaus
Filmnachmittag oder so..., 30.Oktober 2002, 15:00Uhr, Gemeindehaus

November:
Basteln zum Advent, 27.November 2002, 15:00Uhr, Gemeindehaus

Dezember:
Adventsfeier der Senioren, 10.12.2002, 15:00Uhr, Gaststätte Aukrug


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Rezept für eine Brombeerbowle



750gr Brombeeren, 6EL Zucker, 1 Weinglas Rum oder Kirschwasser, 1 Weinglas Orangenlikör, 2 Flaschen Weißwein, 1 Flasche Mineralwasser o. Sekt, 1 Zitrone

Die Brombeeren säubern, waschen und trocken tupfen. In das Bowlengefäß geben, mit dem Zucker bestreuen, Rum oder Kirschwasser sowie Orangenlikör dazugeben und für 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Gleichzeitig Weißwein oder Mineralwasser vorkühlen. Danach die Bowle mit dem Wein und Mineralwasser oder Sekt auffüllen und erst kurz vor dem Servieren in dünne Scheiben geschnittene Zitrone dazugeben. Mit Löffeln servieren.

Prost!